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Donnerstag, 24. November 2016

brand eins 12/2016, Schwerpunkt Geschmack

Geschmäcke sind verschieden.
 Das sollte man endlich ernst nehmen.


Die aktuelle brand eins Einleitung zum Thema Geschmack finden Sie hier. (Text noch nicht freigeschaltet)

Donnerstag, 27. Oktober 2016

brand eins 11/2016, Schwerpunkt Intuition

Intuition und Vernunft sind keine Gegensätze. Sie ergänzen einander ideal.


Die aktuelle brand eins Einleitung zum Thema Intuition können Sie hier nachlesen.

Donnerstag, 25. August 2016

brand eins 09/2016, Schwerpunkt Vorbilder

Wenn die Theorie nichts mehr taugt, sollten wir uns an der Praxis orientieren, am Menschen. Echte Vorbilder sind schwer zu finden, führen uns aber zum Guten.


Meine Einleitung zum Schwerpunkt Vorbilder finden Sie hier.


Freitag, 22. Juli 2016

brand eins 08/2016, Schwerpunkt Lust

In der aktuellen brand eins Ausgabe zum Thema Lust finden Sie dieses Mal gleich zwei Texte von mir. In der Einleitung gehe ich der Frage nach, ob es eigentlich richtig ist, dass man auf alles immer  Lust haben soll - nichts geht mehr ohne Leidenschaft. Wir leben von Höhepunkt zu Höhepunkt. Ist das wirklich das höchste der Gefühle? 

Und dann erzähle ich unter dem Titel "Mythos Motivation", warum man mit Animation nicht immer weiterkommt - weder bei den Menschen, noch bei den Pandabären.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer - und bitte Sie, falls sie Lust zum Lesen haben, an den nächsten Kiosk oder hier entlang.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Augstein, revisited. Oder: Welche Paten hat die Gewalt in Berlin?


Für WDR5 habe ich vor drei Jahren eine Rezension zu Jakob Augsteins "Sabotage. Kapitalismus oder Demokratie" verfasst. Vor dem Hintergrund neuer linksextremistischer Gewalt in Berlin möge man sich der geistigen Väter erinnern. Denn, da hat der kleine Augstein wirklich einmal Recht, es ist "nur ein Katzensprung von der bürgerlichen Entgrenzung zum Faschismus" - natürlich auch zu dessen linker Variante. 

Wolf Lotter rezensiert Jakob augstein "Sabotage. Kapitalismus oder Demokratie".
WDR5, politikum


„Die Herstellung eines Farbbeutels ist keine einfache Sache. Es gibt kleine Luftballons, die man unter den Wasserhahn klemmen kann. Prall gefüllt lassen sie sich gut werfen. So eine Wasserbombe ist glatt und kühl und liegt gut in der Hand. Sie wiegt vielleicht 150 Gramm und fliegt bei gesunder Schultermuskulatur etwa 40 Meter weit. Aber wie kriegt man die Farbe da hinein?“

Diese Frage stellt uns Jakob Augstein, Verleger, Spiegel-Kolumnist und Millionen-Erbe, gleich zu Beginn seines neuen Buches. Es ist ein poetischer Einstieg, der mit der Möglichkeit von Gewalt, Aktion und Radikalität spielt. Sabotage, das heißt Handeln, mehr als ein beklagendes „Empört Euch!“. Augstein weiß, was er da tut:
„Wir werden also um die Frage nach den Handlungen nicht herumkommen.“
Ob das über die Anleitung zum richtigen Farbbeutelbau hinausgeht? Neugierig liest man den Prolog und die Einleitung, in denen Augstein immer wieder zeigen will, dass er nicht einfach dem radical chic huldigt. Dass er sich tatsächlich aufmacht zu beweisen, warum man nur eines haben kann, Kapitalismus oder Demokratie. Und dass „das System“ nicht gewaltlos zu stürzen ist. Die ersten Seiten sind, anders kann man es nicht sagen, für ein politisches Sachbuch außergewöhnlich spannend. So wie der Schluss. Da lässt sich Augstein wenigstens indirekt auf das Wort Selbstverantwortung ein, wenn er aus dem Funkverkehr der italienischen Küstenwache mit dem Kapitän des gesunkenen Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia zitiert.  Selbstverantwortung ist ein Schlüsselbegriff einer Zivilgesellschaft, die dieser Tage das Gesicht von altem Kapitalismus und Parteiendemokratie in der Tat verändert. Aber passt das zu Augsteins Ideologie? Eher nicht. Deshalb bemüht er sich gar nicht, das genauer auszuführen. Und damit sabotiert er sich selbst. 

Zwischen dem lautstark „Regime“ betitelten Teil 1 und dem Schluss fehlt ihm die Farbe für den Farbbeutel, Augstein schreibt und denkt in Schwarz-Weiss. Er müht sich und die Leser mit Armutsberichten, Definitionen, Studien der Böll-Stiftung. Oft serviertes trockenes Brot also, gespickt immer wieder mit Kalauern nach folgender Machart

Meryl Streep, die Margaret Thatcher spielte, bekam einen Oscar dafür.
Würde aber zum Beispiel Nina Hoss Angela Merkel darstellen, schreibt Augstein, dann
„gäbe es dafür nicht mal den Bambi“.

Ist das systemrelevant für die versprochene Klärung, warum es entweder Kapitalismus oder Demokratie geben kann – oder schlicht nur ein Indiz, dass Augstein ein besserer Gagschreiber als Analytiker ist. Alles, was schlecht ist, schreibt er dem Kapitalismus zu, und Gutes hat er ohnehin nicht zu berichten. Stattdessen füllt sich der Rest mit Namedropping: Angela Merkel, Thilo Sarrazin, Guido Westerwelle, Philipp (Rösler, Karl Theodor zu Guttenberg und all seine Verteidiger. Das ganze neoliberale Bestiarium, begleitet auch noch von Gaststars wie dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und dem Philosophen Peter Sloterdijk, den Augstein mit dem Hinweis bedenkt:
„Es ist nur ein Katzensprung von der bürgerlichen Entgrenzung zum Faschismus“. (133)

Von der Schwarz-Weiss-Malerei weichen vor allen Dingen zwei Teile des Buches ab: Es sind die „Zwischenspiele“ genannten Gespräche, eines mit dem Hamburger Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar, der nüchtern dagegenhält, wo Augstein den Antikapitalismus schon als neuen Mainstream ausruft – und dafür ausgerechnet die marginalisierte Occupy Bewegung zitiert. Und heller wird es ebenfalls, wenn der Sozialphilosoph Oskar Negt fordert, dass man zur Erneuerung der Demokratie die „Begriffe wieder mit Inhalt“ füllen müsse.
Das ist guter Rat, den Augstein fürs nächste Mal annehmen sollte. Denn dann fliegen seine Farbbeutel vielleicht auch. Für dieses Mal aber gilt: Da ist einfach zu viel Luft drin.

(Ende)

Donnerstag, 30. Juni 2016

Blogparade Digitalismus und Artificial Intelligence

Der Fotograf, Dozent und Berater Johannes Mairhofer hat auf Twitter eine Blogparade zu meiner Digitalismus-Einleitung angeregt. Darüber freue ich mich sehr. Ich bin gespannt auf alle Beiträge und werden diese gerne hier auflisten. 





Ein paar Worte noch dazu: Ich beschäftige mich seit Mitte der 80er Jahre intensiv mit Rechnern und Informatikthemen. Journalistisch betrachtet bin ich damit aufgewachsen. Was mich an der aktuellen Debatte zur Künstlichen Intelligenz überrascht ist, dass sehr viele - auch meiner Journalistenkollegen - die Themen, die die Marketingabteilungen der IT-Industrie geschmiedet haben, einfach weitertragen. Das gilt für das Gros der Betrachtungen in den Social Networks auch. Die Diskussion wird m.E. viel zu unkritisch geführt - und wird vielfach instrumentalisiert. 

Da haben wir die Industrie und die IT-Dienstleister samt den Consultants, die nach dem Flop von Big Data nun die nächstgrößere Sau durchs Dorf treiben; wir haben weiters eine Reihe von Forschungseinrichtungen und Forschern, die den Trend für sich ausnutzen - obwohl die KI in den vergangenen Jahrzehnten nichts vorzulegen hat, was der Rede wert ist. 

Wir haben Leute, die unter Hinweis auf alles, was "intelligente Systeme" und "intelligente Roboter" anrichten "könnten" an alten und überholten Regeln und Verboten festhalten wollen, die die Industriegesellschaft zementieren. Und wir haben die alten Technophoben in allen Parteien und Gesellschaftsschichten, die es schon immer gewusst haben. 

Tatsächlich sind IT Systeme schneller, besser, leistungsfähiger geworden - aber sie sind nicht in der Lage, "kreativ" zu sein oder gar zu "denken". Wer das trotzdem behauptet, versucht uns zu täuschen - und fügt damit der Digitalisierung und der Wissensgesellschaft einen schweren Schaden zu. Vorsätzliche Täuschung führt zur Ent-Täuschung, und damit auch zum weitergehenden Vertrauensverlust. 

Er nützt nur einigen wenigen, die schnell einen Trend abkassieren wollen - und denen dazu jedes Mittel recht ist - und geht zu Lasten einer dringend benötigen "Code Literacy" Politik, bei der kritische Umgang mit IT gelernt werden soll. 


Ich werde hier und auf Twitter in den nächsten Tagen weiterführende Artikel, Literatur und Fakten posten. 

Ich freue mich auf eine kritische Diskussion.




Danke an +Christoph Kappes für diesen Tipp: Calling the Bluff on IBM Watson

Zu Joseph Weizenbaum und der Euphorie zur KI hier ein Filmtipp 


Den Auftakt macht Conny Dethloff mit diesen vier Beiträgen:

Überholt die Maschine den Menschen? 
 
Missverständnisse rund um die Forschungen im Kontext KI 

Reflexion über die Möglichkeit, intelligentes Leben zu konstruieren  

Maschinen kennen nur das WAS, aber nicht das WARUM





Donnerstag, 23. Juni 2016

brand eins 07/2016, Schwerpunkt Digitalisierung

Kaum jemand zweifelt noch an der totalen Digitalisierung - nun auch des Denkens. So wird aus einer Technik eine Ideologie: der Digitalismus. Es wird Zeit, wieder nüchtern zu werden. Und das Original vor die Kopie zu stellen. 

Die aktuelle brand eins Einleitung zum Thema Digitalisierung lesen Sie hier.