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Biografie

WOLF LOTTER
* 1962 in Mürzzuschlag/Österreich.
Wolf Lotter begann 1983 ein Studium des Kulturellen Managements an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und nahm ein Studium der Kommunikationswissenschaften und der Geschichte an der Universität Wien auf. Noch während des Studiums schrieb Wolf Lotter für die Stadtzeitung "Falter" (Wien) und die Wirtschaftsmagazine "Trend-Profil-Extra" und "Cash Flow". Bei Cash-Flow wurde Lotter 1988 ständiger Mitarbeiter, ein Jahr später Redakteur für Reportagen.
1992 gehörte Wolf Lotter als Gründungsredakteur dem Magazin "news" an, wechselte aber schon ein Jahr später in die Wirtschaftsredaktion und später Wissenschaftsredaktion des österreichischen Nachrichtenmagazins "profil", wo er - mit Unterbrechungen - bis 1999 tätig war. Lotter war direkt dem Chefredakteur unterstellter Reporter und berichtete zunächst intensiv über die Machenschaften der Atomlobby in Osteuropa, insbesondere über den schlechten Sicherheitsstand der AKWs dort in enger Zusammenarbeit mit Global 2000 und dem Physiker Wolfgang Kromp.  Mehrere Reportagen waren Anlass für Untersuchungen und politische Debatte, insbesondere im Zusammenhang mit dem AKW Mochovce in der Slowakei. 

Ebenfalls für profil interviewte Lotter 1992 in Los Angeles als erster Printjpournalist überhaupt den Scientology- Chef David Miscavidge und war Co-Autor einer der ersten Magazintitelgeschichten zum Internet im deutschsprachigen Raum. Dann gehörte er dem Reporterteam zum Fall des Erzbischofs Groer wegen Kindesmissbrauchs an, danach war er einer der Reporter, die für profil in Sachen Briefbombenterror ermittelten. 

1995 war Lotter Autor für die Berliner Wochenpost und die Schweizer Sonntagszeitung, für die er 1997 regelmässiger Korrespondent und Autor in Wien war, Wieder für profil konzipierte er die Digitalseite  "Cyberrama" (ab 1996)  und war beim Aufbau der Wissenschaftsredaktion federführend (1997). 

Parallel dazu schrieb Wolf Lotter ab 1998 für das Hamburger Wirtschaftsmagazin "econy" (herausgegeben von der Spiegel Gruppe/Manager Magazin) und wurde ab dessen zweiter Ausgabe Mitglied der Redaktion. Nach der Einstellung durch den Spiegel Verlag gehörte er der Redaktion weiterhin an, und im September 1999 war er Gründungsmitglied des Wirtschaftsmagazins brand eins, wo er seit dem Jahr 2000 fast alle  "Einleitungen" (Leitessays) verfasste. 

Für diese Grundatzartikel erschrieb er sich  den Ruf als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Beschreibung der Transformation von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und als "brand eins-Legende" (ZDF), ohne den "brand eins nichts wäre oder nicht alles" (Süddeutsche Zeitung). 


Wolf Lotter spricht sich für einen nüchtern optimistischen Umgang mit Zukunftsthemen aus und gegen zukunftspessimistische Szenarien. In diesem Zusammenhang führte er öffentlichen Auseinandersetzungen mit dem Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf über Stilfragen. In einem Interview mit dem Magazin Cicero aus dem Jahr 2009 und in vorangegangenen Kommentaren in der FAZ (u.a. mit Mathias Horx) bezog Lotter deutlich Stellung dazu - er zweifle nicht am menschgemachten Klimawandel und am Forschungsstand, aber an der Persönlichkeit S.R. 
Für die "taz/FuturZwei" (Herausgegeben von Harald Welzer/Chefredakteur Peter Unfried) schreibt Lotter seit deren Anfängen Kommentare, seit 2021 ist er fester Kolumnist mit der Glosse "Lotters Transformator" im Magazin. Dabei versucht der die ökonomische und Wissensgesellschaftliche Dimension der Großen Transformation ins Spiel zu bringen, um die Entwicklung zugunsten nachhaltiger ökonomischer und gesellschaftlicher Konzepte, insbesondere aber zu mehr Selbstbestimmung und Selbstverantwortung in der Zivilgesellschaft zu beschleunigen. 

 Lotters Texte erschienen in zahlreichen Medien, u.. in der Welt, profil, Wochenpost, Der Standard (Wien), Zeit online, NZZ.at, Tagesspiegel Berlin, Sonntagszeitung Zürich, Facts, El Pais, Le Canard, FAZ uvam. 

Seit vielen Jahren ist Wolf Lotter auch gefragter Keynoter bei Unternehmen, Ministerien, Verbänden, politischen Parteien und Stiftungen. 
Er ist außerdem häufig Gast und Kommentator bei Rundfunkanstalten. 

Lotter war Mitglied im Beirat der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU, Die Famlienunternehmer) und ist Mitglied des Ratgeberkreises der Wertekommission e.V. der deutschen Wirtschaft. 
Im Jahr 2019 wurde Lotter in den Zukunftskreis der Bundesministerin für Bildung und Forschung in Berlin berufen. Die Mitgliedschaft legte er 2020 aus Protest gegen die Selbständigenpolitik der deutschen Bundesregierung zurück. 

Er war 2016 der von einer Publikums - und Fachjury gewählte Wirtschaftsjournalist des Jahres Kategorie Gesellschaft (Der Wirtschaftsjournalist). 



Bücher


1990: Computerdschungelbuch. Mit Klemens Polatschek, Falter Verlag Wien

2000: "Kursbuch Neue Wirtschaft" (Herausgeber, mit Christiane Sommer), DVA, Düsseldorf

2005 erschien Wolf Lotters Buch "Verschwendung. Wirtschaft braucht Überfluss" im Carl Hanser Verlag. 

2009 erschien sein bei Murmann in Hamburg verlegtes Werk "Kreative Revolution. Was kommt nach der Industriegesellschaft?" in dem er mit zahlreichen Gastautoren den Weg der Wissensgesellschaft und ihrer Transformation zeichnet. 

2013 erschien Wolf Lotters "Zivilkapitalismus. Wir können auch anders", in dem er für einen selbstbestimmten Umgang mit Ökonomie plädiert. Wer Wirtschaft nicht verstünde und sie in sein Leben integriere, bleibe unmündig. Ökonomie ist nach Wolf Lotter ein Werkzeug der Emanzipation und einer gelungenen Zivilgesellschaft. 

2018 erschien Wolf Lotters "Innovation. Streitschrift für barrierefreies Denken" bei der Edition Körber in Hamburg. Innovation müssen als kulturelle und soziale Innovation gedacht werden, so Lotter - und sei eben nicht "eine Frage der Technik". (3 Auflage 2020) 

2020 kam wieder bei der Edition Körber "Zusammenhänge. Wie wir lernen, die Welt wieder zu verstehen"; heraus. Ende September 2020 erschienen wurde bereits im Februar 2021 die 3. Auflage hergestellt. 


2021 erscheint "Strengt Euch an!" über einen neuen Leistungsbegriff in der Wissensgesellschaft beim Ecowin Verlag, Salzburg.

2022 wird ein neuer großer Essay zum Thema Differenz und Unterschiede als wichtigste Ressourcen der Wissensgesellschaft in der Edition Körber erscheinen.